FAQ

Häufige Fragen zum Thema Erste Hilfe Ausbildung für Unternehmen
Die Mindestzahl an ausgebildeten Erst-HelferInnen beträgt in Abhängigkeit der regelmäßig, gleichzeitig in der Arbeitsstätte Beschäftigten:
  • bis 19 ArbeitnehmerInnen 1 Person,
  • 20 bis 29 ArbeitnehmerInnen 2 Personen,
  • je weitere 10 ArbeitnehmerInnen 1 zusätzliche Person.
 
In Arbeitsstätten mit geringen Unfallgefahren (z.B. Büros):
  • bis 29 ArbeitnehmerInnen 1 Person,
  • 30 bis 49 ArbeitnehmerInnen 2 Personen,
  • je weitere 20 ArbeitnehmerInnen 1 zusätzliche Person.

Durch organisatorische Maßnahmen ist sicherzustellen, dass während der betriebsüblichen Arbeitszeit eine im Hinblick auf die Anzahl der anwesenden ArbeitnehmerInnen ausreichende Anzahl an Erst-HelferInnen anwesend ist.
Arbeitsstätten und Baustellen mit mindestens fünf ArbeitnehmerInnen:
  • mindestens 16 Stunden
  • Ausbildungsrichtilinien gemäß gesetzlicher Vorgaben (Kursleitung durch Lehrsanitäter, Lehrbeauftragter oder dgl.)
  • Auffrischungskurs alle vier Jahre (8 Stunden) bzw. alle zwei Jahre (4 Stunden)
 
Arbeitsstätten und Baustellen von 1 bis 4 ArbeitnehmerInnen:
  • Neu bestellte ErsthelferInnen müssen zumindest eine 8-stündige Erste-Hilfe-Ausbildung absolviert haben
  • Auffrischungskurs alle vier Jahre (8 Stunden) bzw. alle zwei Jahre (4 Stunden)
.) einen zumindest achtstündigen Erste-Hilfe-Kurs, auch wenn es in der Bestimmung „Auffrischung“ heißt;
 
.) danach Auffrischungskurse alle vier Jahre acht Stunden oder alle zwei Jahre vier Stunden.
ErsthelferInnen, die ab dem 01.01.2015 in Arbeitsstätten mit 1-4 ArbeitnehmerInnen neu bestellt werden, müssen zumindest eine 8-stündige Erste-Hilfe-Ausbildung absolviert haben.
ErsthelferInnen, die bereits vor dem 01.01.2015 in Arbeitsstätten mit 1-4 AN bestellt waren und nur über eine 6-stündige Ausbildung in lebensrettenden Sofortmaßnahmen verfügen, müssen in einem Abstand von höchstens vier Jahren eine mindestens 8‑stündige Erste-Hilfe-Auffrischung absolvieren.
 
Der „Abstand von höchstens 4 Jahren“ beginnt mit dem zuletzt absolvierten EH-Kurs (und nicht etwa für alle gleichzeitig mit 01.01.2015). Daraus ergibt sich:
Wenn der letzte EH-Kurs (bzw. Führerschein) zwischen 1998 und Ende 2011 gemacht wurde, muss die 8-stündige Auffrischung spätestens Anfang 2015 absolviert werden.
Wenn der letzte EH-Kurs (bzw. Führerschein) zwischen 01.01.2012 und Ende 2014 gemacht wurde, muss die 8-stündige Auffrischung erst in den kommenden Jahren, jeweils längstens 4 Jahre nach dem „Grundkurs“, absolviert werden.
 
Bis 2019 müssen schließlich alle ErsthelferInnen einen 8-stündigen EH-Kurs gemacht haben.

Nein.
Nach dem ASchG gehört es zu den Pflichten der ArbeitgeberInnen, ErsthelferInnen in ausreichender Anzahl zu bestellen. Ebenso liegt es in der ausschließlichen Verantwortung der ArbeitgeberInnen (und nicht etwa der ErsthelferInnen), dass diese bestellten Personen entsprechend § 40 Abs. 2 AStV ausgebildet sind. Gemäß § 3 Abs. 1 ASchG haben die ArbeitgeberInnen für Sicherheit und Gesundheitsschutz der ArbeitnehmerInnen zu sorgen und dürfen die Kosten dafür auf keinen Fall zu Lasten der ArbeitnehmerInnen gehen.

Erste Hilfe Material (gemäß § 26 ASchG;§ 39 AStV):
  • In ausreichender Zahl
  • in staubdichten Behältern
  • hygienisch einwandfrei
  • jederzeit gebrauchsfähig
  • leicht zugänglich und gekennzeichnet
  • Anleitung zur Ersten Hilfe Leistung
  • Namen der Erst-HelferInnen
  • Notrufnummer der Rettung, Angaben über Unfallmeldestelle, Krankentransport, Ärzte, Krankenhäuser u.ä.
  • Tragen zum Transport von Verletzten falls erforderlich
  • Notruftelefon in oder in der Nähe der Arbeitsstätte.
 
Außerhalb des Standortes des Betriebes tätigen ArbeitnehmerInnen sind die notwendigen Mittel mitzugeben, sofern diese auf der auswärtigen Arbeitsstelle nicht unmittelbar zur Verfügung stehen. (gemäß § 81 AAV)
 
ÖNORM Z 1020 „Verbandkästen für Arbeitsstätten und Baustellen; Anforderungen, Inhalt Prüfung“. Der Mindestinhalt von Verbandskästen ist in dieser Norm nach der Größe der Arbeitsstätte bzw. Baustelle angeführt (Typ 1 bis fünf ArbeitnehmerInnen, Typ 2 bis 20 ArbeitnehmerInnen). Erhältlich beim Österreichischen Normungsinstitut (Austrian Standards Institute, ASI)
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